Es fällt in diesen Tag schwer zu entscheiden, welche Rennklasse 2009 womöglich spannender sein wird. Die MotoGP mit reduziertem Fahrerfeld und wenigen Herstellern, aber mit Prototypen und den besten Fahrern der Welt? Oder die Superbike-WM mit einem riesigen Starterfeld, in dem bei jedem Lauf hart gefighted wird, aber einem technisch eingeschränkten Reglement, das näher an der Serie ist? Wobei das je nach Sichtweise gar kein Nachteil sein muss. Wenn BMW und Aprilia ihre aktuellen Supersportler ins Rennen schicken, schaut der potentielle Käufer dieser Marken natürlich besonders interessiert hin. Außerdem ist mit Max Neukirchner ein deutscher Fahrer mit realistischen Titelchancen am Start, etwas, das man in der MotoGP höchstens in der 125er-Klasse mit Stefan Bradl findet. Ein KO-Kriterium gegen die MotoGP-Rennen ist die Notwendigkeit, DSF empfangen zu können - und das ist mit dem immer populäreren DVB-T nicht möglich. Dafür wird Eurosport wahrscheinlich alles geben, um zumindest mit der SBK-Übertragung weiterhin Zuschauer an den Sender zu binden. Die richtige Antwort auf die Frage MotoGP oder SBK lautet also: Beides anschauen und doppelten Spass haben.