Nachdem sich Jorge Lorenzo, Valentino Rossis einzig ernsthafter Konkurrent um den Weltmeistertitel in der MotoGP, in der ersten Kurve des zurückliegenden Rennens auf Phillip Island selbst aus dem Rennen katapultierte, sind die Rechenspiele um Rossis Weltmeisterchancen relativ einfach geworden. Noch zwei weitere Rennen stehen aus, Rossi führt mit 38 Punkten auf Lorenzo. Selbst wenn Lorenzo also die beiden Rennen gewinnen und je 25 Punkte einheimsen sollte, würden Rossi 13 Punkte reichen, um Weltmeister zu werden. Bei der derzeitigen Überlegenheit der Werks-Yamahas ist es sehr wahrscheinlich, dass Rossi so viele Punkte einfährt - solange er im Ziel ankommt.
Rossi hat in diesem Jahr bewiesen, dass sein Kampfgeist und Siegeswille ungebrochen sind. Es gab wenig Gelegenheit, taktisch zu fahren und nicht bis zur letzten Kurve um einen Podestplatz zu kämpfen, weil die Leistungen des Trios aus Rossi, Lorenzo und Stoner sehr dicht beieinander liegen und alle drei ständig am Limit fahren mussten. Wie so oft im Rennsport, ist theoretisch noch alles möglich - also auch die Entscheidung in der letzten Kurve der letzten Runde des letzten Rennens. Die Rennsportfreunde würde dies freuen.
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