Zuschauer des MotoGP-Laufs in Barcelona wurden Zeugen eines Kampfes zwischen den beiden Yamaha-Piloten Lorzenzo und Rossi, der im nachhinein von nicht wenigen Kommentatoren mit ungewohnten Superlativen beschrieben wurde. "Von historischer Bedeutung" sei das Rennen gewesen und habe sich einen "Platz in den Geschichtsbüchern" verdient. Und selbst Rossi bezeichnete seinen Sieg als den besten und am härtesten erkämpften Triumph seiner Karriere. Was war also geschehen? Nicht nur, dass die beiden Yamaha-Piloten nach wenigen Runden das restliche Feld hinter sich ließen und mit dem Kampf um jede Runde bewiesen, dass es absolut keine Stall-Order des Yamaha-Teams gab. Mit identischen Maschinen und Reifen unterwegs, wurde so intensiv um den Sieg gefochten, dass Rossi anschließend ein "Mamma Mia" ausstieß. Entschieden wurde der Fight auch noch in der letzten Kurve der letzten Runde. Lorenzo hatte die Führung übernommen und den Sieg eigentlich in der Tasche, als Rossi an einer unmöglichen Stelle ein unmögliches Überholmanöver durchführte und sich an Lorenzo vorbei schob. Solch spannende Rennen wird sich DSF gewünscht haben, als der Sender die Ausstrahlungsrechte für die MotoGP-Saison 2009 erkaufte. Und Yamaha wird darauf spekulieren, dass solch medienwirksame Rennen trotz Finanzkrise den Verkauf der eigenen Motorrad-Modelle ankurbelt.
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