Wer reist, möchte Neues erleben und in Kontakt mit den Menschen und der Landschaft seines Reiseziels kommen. Allzu schnell fliegt man heute in ferne Länder, verbringt dort ein paar Tage, ohne richtig anzukommen, und kehrt bald wieder in den Alltag zurück. Wie anders ist das Reisen mit einem Motorrad. Auf jedem Meter ist man den Gerüchen, dem Wetter und den Straßenverhältnissen hautnah ausgesetzt. Ist da Frühtau in der Kurve am Morgen, riecht es wirklich nach Kiefern bei der Walddurchfahrt, kann man mit dem Zweirad den schmalen Weg über den Berg schaffen - solche Frage stellt sich kein Autofahrer und erst kein Reisender, der mit dem Zug oder dem Flugzeug unterwegs ist. Natürlich gehören auch Regen, Kälte und schlechte Wegstrecke zu den Eindrücken, die der Reisende gewinnen kann, aber die gehören nun einmal dazu. Auch der Kontakt zu den Menschen, die man auf einer Reise trifft, fällt einem Motorrad-Reisenden leicht. Ihm wird sofort Sympathie entgegengebracht, sein Transportmittel macht ihn besonders und ansprechbar. Die Krönung der Reiseromantik besteht daraus, mit dem Motorrad und einem Zelt unterwegs zu sein, um immer dort, wo es gefällt, das Lager aufzuschlagen. Das Gefühl von Freiheit und Abenteuer, das immer noch mit dem Motorradfahren verbunden ist, kann sich dann einmal so richtig ausleben.
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