Max Neukirchner ist in diesem Jahr die große Hoffnung der professionellen deutschen Motorrad-Rennfahrer. Auf konkurrenzfähigem Material unterwegs und von überragendem Talent, hatten ihm viele Beobachter zu Beginn der Superbike-Saison 2009 einen Platz ganz weit vorne zugetraut und sich heimlich sogar einen deutschen SBK-Weltmeister gewünscht. Auch wenn mit Ben Spiess ein ungewöhnlich starker Konkurrent die Spitzenreiter-Rolle des zurückgetretenen mehrfachen Weltmeisters Troy Bayliss übernommen hat und die Saison für Max Neukirchner bisher durchwachsen aussah, gab es weiterhin viele Gründe, optimistisch zu sein. Seit dem ersten Lauf der SBK im Monza vom 10. Mai 2009 ist das anders.
Ein Oberschenkelhalsbruch und weitere Verletzungen machen den Einsatz von Max Neukirchner in dieser Saison fraglich oder sorgen zumindest dafür, dass es keine realistischen Chancen für Punkte im oberen Drittel des Starterfeldes mehr gibt. Die klassische Verletzung einen Motorradrennfahrers - besonders nach einem Highsider - ist der Schlüsselbeinbruch, eine besondere Schwachstelle für einen motorradfahrenden Menschen. Ein Oberschenkelhalsbruch bedeutet aber eine wesentlich stärkere Einschränkung und verlangt eine länger Heilungszeit.
Wahrscheinlich müssen die Motorsport-Fans also noch ein Jahr warten, bis sie wieder um einen deutschen Superbike-Weltmeister hoffe können.
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