Bald geht es los und Deutschlands erster MotoGP-Pilot seit Alex Hofmann beginnt mit den Testfahrten für die neue Saison. Stefan Bradl hat im vergangenen Jahr den Moto2-Weltmeistertitel eingefahren und musste bis zum Schluß darum zittern, ihn vor seinem Verfolger Marquez verteidigen zu können.
Auch der Aufstieg in die Königsklasse war ein schwerer Weg. Früh in der Saison als Supertalent gefeiert, wurde bereits über den Wechsel in die MotoGP spekuliert und konkrete Gespräche geführt. Dann verlief Bradls Rennserie weniger zufriedenstellend, die Geldbeschaffung für den Wechsel geriet problematisch und niemand sprach mehr von seinem Aufstieg.
Der tragische Tod von Marco Simoncelli führte dann letztendlich dazu, dass eine Maschine für die Saison 2012 frei blieb und Stefan Bradl als frisch gekürter Weltmeister zu Testfahrten eingeladen wurde. Die absolvierte er so souverän, dass es schließlich doch noch klappte mit dem Aufstieg in die größte Klasse.
Nun wartet die Motorsportwelt auf die ersten offiziellen Testfahrten der Teams. Üblicherweise reiht sich ein Rookie aus den kleineren Klassen in seiner ersten Saison in der Königsklasse weiter hinten ein und braucht viele Rennen, bis er mit den leistungsstarken Maschinen zurecht kommt. Die deutschen Fans hoffen natürlich auf eine Ausnahme von der Regel und auf einen deutschen Fahrer, der von Anfang an um die vorderen Plätze mitfahren kann.